Traumatherapie - EMDR

1. Was ist EMDR?

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) bedeutet Desensibilisierung und Verarbeitung belastender Ereignisse durch Augenbewegungen (ähnlich den REM-Phasen im Schlaf).

EMDR wird weltweit eingesetzt und hat schon Millionen Menschen jeden Alters schnell und wirksam geholfen.

EMDR aktiviert das Gehirn, um Blockaden in der Verarbeitung von belastenden Ereignissen aufzulösen. Erinnerungen werden neu abgespeichert und nicht mehr als Belastung erlebt.

Wissenschaftliche Studien bestätigen die Wirksamkeit von EMDR.

EMDR wurde von der WHO (World Health Organization) als effiziente Methode in der Behandlung von PTBS

(Posttraumatische Belastungsstörung) anerkannt.

EMDR hilft darüber hinaus bei vielen anderen Stress-Symptomen.

EMDR hilft Erwachsenen ebenso wie Kindern und Jugendlichen.

EMDR wurde in den 1980er Jahren in den USA von Dr. Francine Shapiro zur Therapie von Traumafolgestörungen entwickelt.

2. Was passiert bei EMDR?

Die linke und rechte Gehirnhälfte werden abwechselnd aktiviert durch Augenbewegungen, Tappen oder Töne. Dadurch wird der Verarbeitungsprozess angestoßen, der durch das belastende Erlebnis blockiert war.

Erinnerungen werden neu abgespeichert, die dazugehörigen Gefühle, Gedanken und Verhaltensweisen werden für Betroffene nicht mehr belastend erlebt.

3. Wann wird EMDR angewandt?

EMDR kann bei vielen Störungsbildern (z.B. Depressionen, Angststörungen, Schlafstörungen etc.) helfen und wird von mir in einer regulären Verhaltenstherapie integriert. Bei der Behandlung von Traumata (Posttraumatischen Belastungsstörung oder komplexen Bindungstraumata) ist die Effektivität von EMDR in Studien als sehr wirksam nachgewiesen worden.

4. Wie läuft EMDR ab?

  • Sorgfältige Erhebung der Vorgeschichte
  • Stabilisierungsübungen zum Umgang mit belastenden Symptomen im Hier & Jetzt
  • Traumabearbeitung mit EMDR zum passenden Zeitpunkt
  • Das Trauma wird zur Vergangenheit: sich wieder „wie man selbst” fühlen